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unterwegs auf dem Boot
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In den Ferien von den Ferien in Sri Lanka

Donnerstag 2 Februar 2017 Sri Lanka
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Die meisten von Euch denken wir machen hier in Asien einmal mehr lange Urlaub...aber glaubt mir, in Indien ist es nie wirklich Urlaub & ich würde ehrlich gesagt auch nicht Indien als „Urlaubland“ empfehlen – dafür ist es zu dreckig, chaotisch und auf der energetischen Ebene zu intensiv & bewegt in uns immer ganz viel!
Erst recht nach 3 sehr intensiven Wochen bei Guruji war es Zeit für eine kurze Pause von diesem unglaublichen Land welches uns immer wieder magnetisch zurückzieht ;)
Aus Visa-Gründen war es nun auch der richtige Zeitpunkt um „Ferien von den Ferien“ zu machen und wir beschlossen für gut 2 Wochen Sri Lanka zu erkunden.

In der Vorbereitung merkte ich, dass wir etwas aus der Übung waren mit der ganzen Reiseplanung da wir seit einigen Jahren immer wieder an die gleichen Orte gehen. Sri Lanka war ganz neu für uns, wir konnten uns so gar nicht richtig vorstellen was uns erwartet. Zum Glück konnten uns einige gute Freunde, die bereits in Sri Lanka waren, Tipps und Orte empfehlen. Mit Hilfe von Ihnen hatten wir eine ungefähre Route zusammengestellt, welche in 2 Wochen gut machbar schien.
 
Für die Ankunft in der Hauptstadt Colombo buchten wir ein Airbnb in der Nähe von Mt. Lavinia. Seit wir als Familie unterwegs sind, bevorzugen wir Airbnb’s. Es gefällt uns besser in einem „zu Hause“ zu wohnen statt in einem Hotel. Auch diese Wahl war eine sehr positive Erfahrung. Ninel, eine ältere alleinstehende Frau, die uns sowohl vor Ort half, uns in Colombo zurecht zu finden, wie auch ganz viele Informationen für das Buchen der Weiterreise hatte. Am 1. Januar lud sie uns zu sich zum Mittagessen ein & wir wurden von Ihrer Haushälterin in die wunderbare Sri-Lankische Küche eingeweiht.
 
Der erste Eindruck von Sri Lanka & deren Hauptstadt war auch sonst durchaus positiv. Das Klima ist viel feuchter & dementsprechend die Landschaft grüner, die Mehrheit der Sri-Lanker sind Buddhisten, die Strassen sind sauberer & in besserem Zustand.
Leider ging es Esther auch nach einigen Tagen nach den Strapazen in Indien noch nicht besser und wir besuchten statt Sehenswürdigkeiten zuerst eine Ayurvedische Klinik & einige Tage später auch eine schulmedizinische Klinik.
Die Diagnose war eine Nebenhöhlenentzündung, die sehr hartnäckig war und an den Kräften zehrte. So war unser Silvesterabend auch nicht berauschend & wir schliefen bereits vor Mitternacht....
 
Unser nächster Stopp, nach 4 Tagen in der Stadt, war der kleine Küstenort Mirissa, 2h südlich von Colombo, welchen wir mit dem Bus erreichten. Kurz nach Neujahr war dieser touristische Ort voll & unser Hotel nicht unsere 1. Wahl und nicht erwähnenswert. Leider waren die Nächte laut & wir konnten den Ort nicht zu 100% geniessen da Esther immer noch nicht gesund war. Was uns von Mirissa in positiver Erinnerung bleibt, ist das wunderbare, klare und saubere Meer. Das haben wir schon lange nicht mehr erlebt! Wir waren im Mainstream-Tourismus gelandet & buchten wie alle eine Delphine & Wal-Tour. Wir dachten wir machen Deva damit einen Gefallen & zeigen ihm etwas Spezielles... Nur hatte Deva vor dem riesigen Blauwal Angst der unweit von unserem Boot an die Wasseroberfläche auftauchte. Die sind aber auch gigantisch & können bis zu 33m gross und 200 Tonnen schwer werden! Zu allem wurde Deva dann auch noch seekrank, bleicher und bleicher & wir bereuten, dass wir diesen Ausflug gebucht hatten...immerhin, als wir zum Schluss der Tour einen Schwarm von fast 100 Delphinen bewundern konnten die um unsere Boote schwammen, waren wir begeistert diese wunderbaren Wesen so nah beobachten zu können ;)
 
Nach 4 Nächten wartete ein weiterer touristischer Ort auf uns: mit einem Taxi fuhren wir in knapp 3 Stunden vom Süd-Westen ins Landesinnere nach Udawalawe. Ein Ort der für den Nationalpark und deren Elefanten weltberühmt ist. Diesmal hatten wir ein besseres Händchen mit der Wahl des Hotels (Hotel Athgira) & genossen den Luxus einen kleinen Pool zu haben, aus welchem Deva fast nicht rauszukriegen war ;)
Bevor wir uns wie alle, in den Nationalpark begaben, besuchten wir gegenüber vom Hotel eine kleine Elefanten Waisen Station in welchem verlassene Elefanten-Babys aufgezogen werden, um später wieder zurück in den Park gebracht werden. Deva interessierte sich dort mehr für die Stein-Elefanten auf welchen er rumklettern konnte....;)
Langsam, langsam ging es Esther etwas besser und wir wagten die Tour am 2. Tag unseres Aufenthaltes am Nachmittag. Es ist uns nicht zu viel versprochen worden, dieser Besuch war unser Highlight in Sri Lanka & wir durften während dieser 3 stündigen Tour unzählige Elefanten in einer wunderbaren Landschaft bewundern!
Das einzige was wir kritischen Touristen nicht verstehen konnten, dass wir uns nicht mit anderen einen 6-Plätzer-Jeep teilen konnten, sondern mehrheitlich nur 2 Personen in den Jeeps sassen. Klar, so werden mehr Fahrer beschäftigt, dafür stehen sich die vielen Jeeps auf den schmalen Pfaden gegenseitig im Weg...
Die gutmütigen Elefanten schienen sich zum Glück nicht gross an unserer Präsenz stören, im Gegenteil, sogar ein Muttertier mit ihrem Jungen blieb seelenruhig neben dem Weg am Grasen & wir durften ganz nah dabei zuschauen.
Da es in diesem Ort ausser dem Nationalpark nicht wirklich viel anderes gibt & unsere Zeit schon halb rum war, packten wir unsere 7 Sachen und fuhren wieder mit dem Taxi gute 2 Stunden durch die kurvige Landschaft immer weiter nördlich ins Landesinnere auf ca. 1000m in das Hochland von Sri Lanka, in den nächsten Tourismus Ort namens Ella.
Hier hatten wir wieder ein Airbnb gebucht. Diesmal wohnten wir bei einer einfachen, aber sympathischen und hilfsbereiten Familie. Ihr Haus war zwar ganz schön im Steilhang gelegen, dafür ruhig, idyllisch und weg von der lärmigen Strasse.
Ella ist aus unserer Sicht als Ort überbewertet. Die Restaurants reihen sich entlang der stark befahrenen Strasse & viel mehr ist da nicht...warum wir hier waren? Wegen den Teefeldern und der wunderbaren grünen Landschaft! Das Klima war wunderbar am Tag, die Nächte dafür ganz schön kühl & wir verbrachten die Abende im warmen Schlafsack in unserem grossen Familienbett
 
ENDLICH ging es Esther nach 1 Monat wieder besser und wir atmeten wortwörtlich auf! Zwar war sie noch nicht fit um grosse Wanderungen in der Umgebung zu machen, aber immerhin schafften wir es eine lokale Teefabrik zu besuchen und in den Teefeldern ausserhalb von Ella zu spazieren.
Es war aber bereits unser 2. letzter Stopp & nach 3 Nächten in Ella verabschiedeten wir uns von der lieben Familie welche uns so wunderbar bewirtet & bekocht hatte und nahmen von Ella nach Kandy den Zug. Dies gehört zum Standardprogramm der Reisenden diese Strecke mit dem Zug zu fahren. Denn man fährt durch das Hochland & durch die unzähligen Teefelder! Deva war leider nicht lange unterhalten mit der Landschaft und die 6 Stunden wurden lang...an Reisetagen profitiert er, dass wir ihn länger Trickfilme schauen lassen und er schlief zum Glück dann auch einen Teil der Fahrt. Der Tag wurde zu einem zu langen Reisetag, weil wir direkt von Kandy ein Taxi nach Negombo, zurück an der Westküste nahmen. Dies bereuten wir, erstens, weil der 1. Eindruck von Kandy gar nicht so schlecht war wie uns Freunde gesagt hatten und weil die Taxifahrt von Kandy nach Negombo nicht wie erwartet 2 sondern 3.5Std. dauerte! Das war nicht nur für uns, sondern auch für Deva zu viel! Der Arme, schlief zum Glück bald ein und war im Gegensatz zu seinen Eltern am nächsten Tag wieder topfit ;)
 
Negombo hatten wir mehr aus praktischen Gründen gewählt, da wir einen unglaublich frühen Flug von Sri Lanka gebucht hatten und dieser Ort nur 20min vom Flughafen entfernt ist und sich am Meer befindet. Das Hotel Sea Breaze Deluxe Inn war nicht „deluxe“, aber ganz nett und wie in allen Orten in welchen wir gewohnt haben, waren sie auch hier unglaublich bemüht und sehr hilfsbereit.
Wir hatten es uns verkniffen ein teures Hotel direkt am Strand zu buchen, dafür konnten wir wie ein Eintrittsticket kaufen und so die Anlage des Hotels benutzen und Deva nochmals im Pool planschen. Auch wenn wir grundsätzlich Meer bevorzugen, waren die Wellen zu hoch um mit Deva dort zu baden.
 
Wir waren auf einer beliebten Reiseroute durch Sri Lanka gereist, welches sehr touristisch war und entsprechend auch sehr organisiert und komfortabel. Wir merkten aber auch, dass uns das klassische Reisen wie wir es früher gemacht haben, so gar nicht mehr zusagt und ganz ehrlich, wir waren froh nach Goa zurückzukehren ;)

Esther Balla
Last active at - from Ko Pha-ngan, Surat Thani, Thailand
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